Infobesuch im Landtag des Saarlandes

 

Zu mehr als nur einem Informationsbesuch konnte der Vizepräsident des Saarländischen Landtages, Günter Heinrich, eine Gruppe der Kameradschaft ERH Südliches Saarland und des Stabes LLBrig 1 am 25.09.2018 in Saarbrücken begrüßen. Nach einer Einführung in die Geschichte und Arbeitsabläufe des saarländischen Landesparlaments im Plenarsaal hatten die Kameraden die Möglichkeit, mit Vertretern der Landtagsfraktionen zu diskutieren. Dabei vertreten waren neben Günter Heinrich (CDU) die MdL Petra Berg (SPD), Dennis Lander (Die Linke) und Rudolf Müller (AfD). Neben der allgemeinen Unterstützung der Landespolitik für die Truppe im Saarland und den Erhalt saarländischer Standorte gelang es dann, insbesondere die Vertreter der Regierungsfraktionen für die Problematik der Erhaltung des letzten verbliebenen Absetzplatzes für Automatikspringer in Wallerfangen-Düren zu sensibilisieren. Hier besteht die Gefahr, dass durch den geplanten Bau einer Windkraftanlage ein Absetzen von Fallschirmspringern (automatisch) nicht mehr möglich sein wird. Das wiederum würde die weitere Stationierung springender Verbände (konkret LLBrig 1 und FschJgRgt 26) in der Region definitiv in Frage stellen. Hier wurde Unterstützung in Aussicht gestellt. Nach einem kulinarisch anspruchsvollen Menü in der Landtagskantine klang der informative Besuch dann bei einem Getränk am St. Johanner Markt aus.

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Einen russischen Blick auf Putins Geopolitik wagen

 

„Es geht nicht darum, dass zählt, was wahr ist, sondern es zählt, was als wahr wahrgenommen wird.“ Mit diesem Zitat von Henry Kissinger startete Brigadegeneral a.D. Reiner Schwalb in seinen engagierten Vortrag zur Geopolitik Russlands am 08.11.2018 in Saarlouis.

Zuvor hatte der Vorsitzende der Standortkameradschaft Großraum Saarlouis, Hauptmann Uwe Kammer, im Offizierheim der Graf-Werder-Kaserne zahlreiche Gäste aus Politik und Verwaltung begrüßen können, darunter den Lebacher Bürgermeister Klaus-Peter Brill und den saarländischen Landtagsabgeordneten Alwin Theobald. Vor allem jedoch waren mehr als 120 Ehemalige, Reservisten und Aktive aus dem Bereich Luftlandebrigade 1, Fallschirmjägerregiment 26 und Landeskommando Saarland der Einladung zu dieser Infoveranstaltung zum Thema „Russlands Rückkehr als Militärmacht - Bedrohungen, Chancen, Optionen“ gefolgt. Nach einem kurzen thematischen Einstieg übergab Major d.R. Hendrik Krause an den erst kürzlich in den Ruhestand getretenen Brigadegeneral Schwalb, den die Standortkameradschaft des BundeswehrVerbandes nach seiner siebenjährigen Verwendung als Militärattaché in Moskau als herausragenden Referenten für die Veranstaltung gewonnen hatte.

Diesem gelang es in einem etwa einstündigen fesselnden Vortrag, ungewohnte Einblicke in die russische Politik mit kurzweiligen Anekdoten aus seiner langjährigen Tätigkeit in Moskau und bisher teils weniger beachteten Fakten zu verknüpfen. Als Ziel gab er dabei aus, sich häufiger auf die russische Sicht auf Ukraine- und Krimkrise, Putins Patriotismus, Syrienkrieg und NATO-Osterweiterung einzulassen. Denn „nur, wer die Sicht des Gegenübers begreift, kann selbst seine Interessen wirkungsvoll durchsetzen“, so General Schwalb.

Mit zahlreichen eigenen Bildern, u.a. aus dem russisch-ukrainischen Grenzgebiet, untermauerte er seine Einschätzung, dass Russland zwar durch eine Destabilisierung von NATO und EU eigene Interessen voranzutreiben versuche, andererseits aber weder Mittel noch Ambitionen habe, zu einer „Weltmacht“ zu avancieren. Er zeigte allerdings auch plausibel wirtschaftliche und innenpolitische Entwicklungen auf, die das Bedürfnis der Russischen Föderation erklären, als „Großmacht“ auf Augenhöhe mit dem Westen umzugehen. Ausdrücklich plädierte er dafür, dass Deutschland, EU und NATO aus einer Position von Stärke und Souveränität einen engen Dialog mit Russland führen sollten.

Nach seinem Vortrag ging General Schwalb geduldig auf alle Fragen der Zuhörer ein, die besonders Interesse an seiner Einschätzung des russischen Engagements in Syrien und der Ostukraine, der Erneuerung der russischen Streitkräfte, bis hin zu Zukunftsperspektiven für eine Zeit nach Putin, aber auch der Wahrnehmung seiner Expertise durch deutsche Entscheidungsträger zeigten. Mit einem Imbiss auf Einladung des BundeswehrVerbandes klang die informative Veranstaltung bei guten, engagierten und kameradschaftlichen Gesprächen aus.  

 

 Referent General a. D. Reiner Schwalb, Leiter Militärattachéstab bei der Deutschen Botschaft in Moskau von Nov. 2011 - Aug. 2018

Hptm Uwe A. Kammer, Vorsitzender StOKa GR Saarlouis;  General a. D. Reiner Schwalb

 

OTL i.G. Thomas Sättele, ChdSt LLBrig 1; BrigGen Dirk Faust, Kdr LLBrig 1; (OTL Thomas Dillschneider, Ltr InfoA LKdo SL); Oberst a. D. Wolfgang Lamprecht; (RDir Hans-Peter Breit, Ltr KarrC Bw SLS); General a. D. Reiner Schwalb

 

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